Das Innere Korsett (Zwerchfell & Transversus)

"Bauch einziehen!" Das hat man uns früher beigebracht. Für die Stabilität der Wirbelsäule ist das oft falsch. Wahre Stabilität kommt durch Druck von innen, den sogenannten intra-abdominalen Druck.
Der Airbag für den Rücken
Schauen Sie sich das Bild oben an. Der Muskel, den Sie sehen (Transversus Abdominis), verläuft quer, wie ein Gürtel. Er ist nicht dazu da, den Rumpf zu beugen (wie bei Sit-ups), sondern ihn zusammenzuziehen. Zusammen mit Ihrem Atemmuskel, dem Zwerchfell, bildet er einen natürlichen Airbag, der die Lendenwirbelsäule von vorne stützt.
Technik statt Sixpack
Wir machen nicht nur Crunches. Wir bringen Ihnen bei, wie Sie bei Belastung (z.B. Kiste heben) durch Atmung diesen Druck aufbauen. Das ist das "Innere Korsett", von dem wir sprechen. Es ist unsichtbar, aber wirkungsvoller als jeder Gewichthebergürtel.
Wissenschaftliche Quelle: https://www.jospt.org/doi/10.2519/jospt.2012.3830

Unser Gleichgewicht ruht auf drei Säulen: Den Augen, dem Innenohr und dem Gefühl in den Gelenken (Propriozeption). Im Alter verlassen sich viele Menschen fast zu 100% auf die Augen. Das geht gut – bis das Licht ausgeht oder die Brille fehlt. Training der internen Sensoren Um Sie wirklich sturzsicher zu machen, müssen wir Ihre "internen Fühler" trainieren. Deshalb bitten wir Sie im Training – unter sicheren Bedingungen – die Augen zu schließen und in den Körper zu spüren. Wie steht mein Fuß? Wo ist mein Knie? Wer das beherrscht, den wirft auch ein nächtlicher Gang zur Toilette im Dunkeln nicht aus der Bahn. Das Adlerauge gibt Ihnen dabei Sicherheit: Wir sehen Sie, auch wenn Sie uns gerade nicht sehen. Wissenschaftliche Quelle: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3955899/

Viele Senioren sind noch stark. Sie können schwere Einkaufstüten tragen. Aber wenn sie stolpern, fallen sie trotzdem. Warum? Weil ihnen die Geschwindigkeit fehlt. Der Verlust der schnellen Fasern Ab 50 verlieren wir vor allem die "Typ-II-Muskelfasern". Das sind die Sprinter-Fasern, die blitzschnell reagieren. Die "Marathon-Fasern" bleiben erhalten. Wenn Sie stolpern, haben Sie nur Millisekunden, um das Bein nach vorne zu werfen. Kraft nützt nichts, wenn sie zu spät kommt. Wir wecken den Tiger In unseren 60-Minuten-Sessions bauen wir Phasen ein, in denen wir bewusst schnell werden. Ein zackiges Aufstehen, ein schneller Armzug. Das signalisiert dem Körper: "Behalte die schnellen Fasern, wir brauchen sie!" Wir machen Sie nicht zum Sprinter, aber wir sorgen dafür, dass Ihre Reflexe hellwach bleiben. Wissenschaftliche Quelle: https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/japplphysiol.00208.2023